Kampf am Wehlaberg 2012

Am vergangenen Wochenende machten sich Ronald, Kai und ich auf den Weg in den Unteren Spreewald zum Wehlaberg Bike Marathon. Im idyllischen Köthen am Köthener See, einem verschlafenen Ferienort verborgen im brandenburgischen Niemandsland, findet zweimal jährlich ein MTB-Marathon statt. Für alle Teilnehmer standen 57km mit 800hm in zwei Runden durch die Wald- und Heidelandschaft an, inklusive dem legendären Wehlaberg (immerhin 144m ü NN).
Das Rennen startete recht verhalten über große Schotter- und Sandwege und ich führte das Feld zur Sicherheit mal an, weil ich schnell eine Verkleinerung der Konkurrenz erzielen wollte. Rudi vom Biehler-Team und einige andere hielten auch gleich ordentlich mit rein, aber es konnten sich trotzdem circa 25 Fahrer in der ersten Gruppe halten. Ronald und Kai gelang das leider nicht. Tempoverschärfungen im Gelände und die daraus folgende Vereinzelung der Fahrer wurden auf der ersten Runde durch diverse Flachstücke egalisiert und alle konnten wieder aufschliessen. Ich achtete immer darauf mich weit vorn aufzuhalten um bei der entscheidenden Situation dabei zu sein. Bei der ersten Passage des Wehlabergs geschah dann endlich die vorläufige Entscheidung! Ich ging als erster über den Berg und zog mit 5 bis 6 Fahrern durch und wir hatten uns endlich vom Rest separiert. Auf den folgenden Kilometern kamen dann noch Mütze und Rudi wieder zurück und wir waren schließlich zu zehnt an der Spitze. Es ging in die zweite Runde: Ich merkte schon, dass die Kraft in den Beinen schwand, da ich in der ersten Runde vielleicht ein bisschen zu viel investiert hatte. Im folgenden Verlauf hatte ich ein wenig Probleme das enorme Tempo in der Gruppe zu halten und über die kleinen Kuppen und Hügel mit drüber zu drücken. Jedoch konnte ich mich immer wieder zurück retten. Bei der erneuten Auffahrt am Wehlaberg wurden dann die Karten auf den Tisch gelegt und ich musste die Spitze fahren lassen. Auf den letzen welligen Kilometern konnte ich dann noch mit viel Kraftaufwand drei Fahrer einsammeln und kam auf Position 6 circa 90s hinter der Spitze ins Ziel.
Dort konnten dann die individuellen Startnummern (jede ein von Hand gestaltetes Unikat) gegen eine Nudelverpflegung im Jugendherbergsstandard eingetauscht werden. Der Hunger nach der Anstrengung trieb auch diese breiartige Speise rein und die Stimmung im Speisesaal war sehr gemütlich.
Nächste Woche greifen wir dann beim MDC in Oberhof an und holen uns die Mitteldeutsche Meisterschaft (der Herzen)! Ich bin gespannt, was René Tann in den Oberhofer Skihang gezimmert hat und hoffe auf eine gute Tagesform und viel Spaß!

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