5. Kamenzer Anradeln

Am 08.05.10 stand ein weiteres Straßenrennen an, an dem erfreulicherweise wieder viele von unserem Team dabei waren. Das Wetter spielte auch wieder mit und somit wurde es ein trockenes und mildes Rennen.
Auf dem Programm standen entweder die 50km (4 Runden) oder 100 km (8 Runden). Eric und Ronald absolvierten die kurze Strecke und Robert, Adrian, Stefan, Thomas und Ich die Lange. Die Runde gab schon Tage vor dem Rennen viel Gesprächsstoff, was dann auch danach so sein sollte, da der Straßenbelag in Kamenz so seine Tücken haben sollte.
Vom Profil her musste die Strecke uns doch liegen da kaum steile Berge drin waren und zum Großteil welliges Terrain.
Am Start standen dann ca. 80 Fahrer, die sich aus 50er und 100er Fahrern zusammensetzten.
Nach dem Startschuss, der 13 Uhr viel, ging es zuerst einmal 1km auf feinem aber welligem Kopfsteinpflaster bergab und dann flach über Wiesa nach Prietitz. Nach einer scharfen Rechtskurve kam der schwerste Anstieg der Runde mit Bergwertung in der 5. Runde die sich Franco Loreck sichern konnte. Nach dem Anstieg ging es noch einige Meter weiter bergauf und dann rollte man noch gut bis zum nächsten „Pavé“ in Hennersdorf, gefolgt von dem 2. kürzeren Anstieg. Danach kam eine kurze aber rasante Abfahrt zurück auf die Hauptstraße nach Kamenz. Nach 2 Wellen kam dann ein weiteres Kopfsteinpflasterstück hinauf zur Altstadt und nach einer 90° Rechtskurve kam das „ekligste Stück“ mit 100m grobem KSP. Nach einer doch gefährlichen weiteren Rechtskurve folgte unmittelbar die Start- und Ziellinie.
Das nur mal zusammengefasst damit es dann kommendes Jahr keine Ungewissheit mehr über die Runde gibt.
Das Rennen wurde von Anfang an von den Kopfjägern und teilweise uns mitbestimmt, wobei Thomas noch die meiste Initiative ergriff. Jedoch konnte sich keine Spitzengruppe bilden. Außer 2 Alleingängen von Franco und ein anfänglicher Ausreißversuch gab es zunächst keine nennenswerten Attacken. Jedoch dezimierte sich das Fahrerfeld sehr rasch, da vorn immer wieder, vor allem nach Start-Zieldurchfahrt, Tempo gemacht wurde und Löcher zugefahren werden musste. Leider hinterließ das hohe Tempo auch bei uns seine Spuren und so musste Eric, der auf eine gute Platzierung bei den 50 km spekulierte, in der 4. Runde am Berg abreißen lassen und wurde dann 8. Platz. Allerdings muss man sagen dass er sich schon am Vortag nicht gut fühlte und kränkelte und ihm hoch anrechnen sollte dass er trotzdem mit fuhr. Ronald kämpfte auch in den ersten Runden vorn viel mit und fuhr sogar mit dem Rad zum Rennen und zurück!!!
Bei den „100ern“ lief es bis zur Hälfte des Rennens ganz gut. Adrian und Stefan fanden sich in einer Verfolgergruppe wieder in der sie beide stark das Rennen zu Ende fuhren. Adrian belegte einen guten 19. Platz. Die rennentscheidende Situation war der Bergsprint in der 5. Runde bei der das max. 25 Fahrer umfassende Feld auseinandergezogen wurde und Robert und ich den Anschluss verloren. Nach kurzer Erholungsphase gelang es mir mit großer Anstrengung den Anschluss zur Spitze doch noch wieder herzustellen da vorn nun etwas rausgenommen wurde. Nach einem Sturz auf der Ziellinie schied ein Kopfjäger aus und die 15 köpfige Spitzengruppe bestand dann aus 2 RCer und 3 Kopfjäger. Bis zur letzten Runde blieb das Tempo sehr verhalten und die Entscheidung sollte erst am letzten Anstieg in Kamenz fallen. Nach einer überraschend guten Leistung meinerseits beendete ich das Rennen auf dem 15. Platz nachdem ich nach Krämpfen geplagt den Anschluss ans Feld 7km vorm Ziel verlor. Thomas schlug sich tapfer und wurde 7.!!!
Fazit: gespaltene Meinungen über eine materialunfreundliche Strecke im Rahmen einer top-organisierten Sportveranstaltung bei gutem Wetter und starkem Starterfeld.

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