Mein 1. Hochgebirgsmarathon..

Samstag, den 06.07.2013, 3 Uhr..Auto packen und Abfahrt in die Schweiz zum Engadin Radmarathon. Die Vorfreude war groß da es mein erster Marathon im Hochgebirge war. Auf dem Zeltplatz angekommen hieß es schnell auspacken und dann ab aufs Radl und locker den Ofenpass hochgekurbelt. Dies sollte auch der erste Anstieg gleich nach dem Start am Sonntag sein. Sonntag früh klingelte dann 5 Uhr der Wecker und ich quälte mich aus meiner doch ganz gemütlichen Schlafstätte im Auto. Munter wurde ich dann schnell denn das Thermometer zeigte nur 5 Grad an. Start war 7 Uhr für ca. 1500 Fahrer und die Sonne lugte grad so über die Bergspitzen. Als erstes wurde eine 97km-Runde über denn Ofenpass, hinunter durch den Tunnel nach Livigno, über den Forcolapass und Berninapass zurück nach Zernez gefahren. Dort teilte sich dann die Strecke und die die sich für die lange Strecke über 211km entschieden hatten “durften” weiterfahren Richtung Flüelapass. Bis dahin war die Strecke trotz der 3 Pässe doch ganz entspannt. Der Flüelapass mit seinen ca 15km Länge und max 12% Steigung war da schon ein anderes Kaliber. Doch noch hatte ich “Bumms” in den Beinen und meisterte auch diese Hürde zu meiner Zufriedenheit. Nach der Passhöhe konnte man sich in der langen Abfahrt nach Davos und weiter durchs Landwassertal hinunter für die letzte Aufgabe des Tages, den Albulapass, erholen. 25km lang und max 11% Steigung..da hieß es Kräfte einteilen. Und der Aufstieg zog sich eine gefühlte Ewigkeit dahin. Mehr als einmal ließ mein nicht gerade bergtaugliches Gewicht und sagenhafte 36Grad Hitze den frevlerischen Gedanken aufkommen einfach mal abzusteigen und Pause zu machen wie so einige andere Fahrer. Aber das Schnaufen meiner Begleiter ließ mich wissen das es mir nicht alleine so ging und das spornte mich immer wieder an. Auf der Passhöhe sollte eigentlich noch ne Getränkestation sein aber oben angekommen war nix zu sehen. Also die restlichen 25km “trocken” fahren. Halb so schlimm..es ging größtenteils nur noch bergab. Und in den Abfahrten vergißt man dann auch die Anstrengungen des Aufstieges..dafür lohnt es sich ein bischen zu quälen. Nach 8h3min und 213km/3860hm überquerte ich die Ziellinie. Dies bedeutet Platz 112 in der AK und Platz 229 Gesamt bei ca 700 Gestarteten auf der langen Strecke. Davon kamen 612 in die Wertung.
Mein Fazit: Nächstes Jahr bin ich wieder am Start:-)

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