Rhodos 2014

Auch dieses Jahr  war im März wieder für einige Vereinsmitglieder der erste kleine Trainingshöhepunkt – die griechische Mittelmeerinsel Rhodos unsicher zu machen, frische Meerluft zu schnuppern oder einfach nur die Landschaft zu genießen.
Komplett durchorganisiert von Jens und Gritt Kunath haben sich insgesamt 17 Sportler und Touristen am Süd/Östlichen Teil der Insel zusammengefunden.
Ein milder und fast schneefreier Winter in Deutschland, ließ auf Rhodos und seine sommerlichen Temperaturen hoffen. Der Wetterbericht meldete für die erste Woche leider ein anderes Bild. Sonnenschein in Dresden, Regen in Rhodos.
Und so war es zu beginn leider auch. Der erste Tag – noch ohne Räder – da Jens 30 Stunden Verspätung hatte, weil die letzte Fähre nicht auf die vorhergehende warten wollte, war sehr durchwachsen. Am Morgen ein kleiner Weltuntergang in Kioatri, zum Nachmittag wieder strahlender Sonnenschein, welcher uns die erste Bräune bescherte.
In diesem Wechsel ging die erste Woche ins Land. Ständiger Begleiter war das Regenradar und der Wetterbericht mit der Regenwahrscheinlichkeit. Danach haben wir unsere Trainingsfahrten ausgerichtet. Ob weit vor dem Frühstück oder kurz vorm Abendbrot. Wir sind flexibel um den Regentropfen möglichst oft aus dem Weg zu gehen. Es half an manchen Tagen aber alles nichts und so wurden wir nicht nur einmal ordentlich nass.
Der Fokus in der ersten Woche lag im wesentlichem im ruhigen Einrollen bzw. Grundlage schaffen. Auch wenn der Straßenanteil der ersten Touren bei 100% lag, haben Benno Weber und Stefan Engel fast jeden Tag über 100 km und 2000 Hm abgespult. Bei der rhodischen Topografie ist das kein Problem.
Es ergab sich, dass wir Zuschauer der Dodekanischen Inselmeisterschaft sein durften. Es wurde in einem MTB Rennen der beste Fahrer der östlichen Ägäis   Inselgruppen gesucht. Unser Freund Antonis Kolliadis konnte das Rennen für sich entscheiden. Da dies eine Inselmeisterschaft war, konnten wir leider nicht mit starten und so blieb nur Zuschauen und Anfeuern.
Das Wetter wurde im weiteren Urlaubsverlauf besser. Es regnete weniger, die Sonne haben wir öfter gesehen, dafür war der Wind nun ein fast ständiger Begleiter. Doch wer Gegenwind hat, hat auch ab und zu mal Rückenwind. Unbeirrt zogen wir weiter unsere Kreise um unbekannte Gegenden und Wege zu erkunden. Manche Berge wurden von allen Seiten in allen Variationen befahren und bezwungen.
Das inoffizielle Highlight war der Vorletzte Tag mit der Befahrung des Ataviross. Mit 1215m ist dieser doch fast so hoch wie unser Fichtelberg – mit einer Besonderheit. Wenn man mag, kann man diesen auf einer Strecke von 17 km von der Meeresebene bis zum höchsten Punkt in einem Ritt erklimmen. Benno, Ronald, Antonis und Stefan Engel wollten sich das nicht nehmen lassen und haben daraus ein kleines Bergzeitfahren gemacht. Bei der Gelegenheit wurden auch gleich wieder ein paar neue Rekorde bei Strava geknackt und neue „King of Mountains“ gekürt.
Am letzten Tag stand noch eine Inselumrundung an, die mit 170 km erahnen lässt, dass die Insel nicht zu den größten zählt. Fast immer am Meer entlang, fuhren wir bei strahlenden Sonnenschein einem herrlichen Abschluss entgegen. Da wir in einem riesengroßen Kreis gefahren sind, wurden diesmal sogar Arme, Beine und Gesicht schön gleichmäßig gebräunt.
Viel zu schnell waren die 12 Trainingstage vorbei und so konnten die fleißigsten immerhin 1320 km / 21.400 Hm / 51 Stunden Training unter der griechischen Flagge sammeln und Ihrem Punktekonto gutschreiben.
Jeder Trainingstag wurde in einem gemütlichen Frühstück und einem reichhaltigen Abendbrot in Sensationeller Atmosphäre begleitet.
Typisch griechisch, was hier durchaus positiv gemeint ist, sind die Erinnerungen an dieses wie immer unvergessliche Trainingslager, das durch die Leute die jenes organisieren und begleiten viel mehr als das ist.
Eine super harmonische und liebevolle Truppe. Jeder mit seinen kleinen Eigenheiten und Macken, aber immer ehrlich und authentisch, machten die zwei Wochen im März zu etwas ganz besonderen und lassen immer wieder den Blick nach vorne richten, wenn es wieder heißt: Rhodos 2015!
An dieser Stelle noch einmal ganz lieben Dank an die Organisation Jens und Grit Kunath ohne die das nie möglich gewesen wäre. Möge es immer und ewig so weiter gehen und niemals enden. Das wollen wir immer und immer wieder machen.

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