Alpencross 2012 - Tag 2 – 12 Stunden Schlaff sollten reichen

Wir kamen am Vortag mit als Erste an der Hütte an und verließen sie am „Morgen“ mit als Letzte – sollte irgendwie zur Angewohnheit werden, zumindest in den nächsten Tagen. Naja, so blieb mir mehr Zeit ein paar eindrücke in Bildform festzuhalten.
Nach unserer Kletterpartie des Vortages stand nun die erste wirkliche Abfahrt an und wir waren heiß. Angeblich ein Hammer Trail, der sich zu Anfang aber noch nicht zeigte, dann aber doch kam.

Im Tal angekommen, wurde dann für eine erste Verpflegung eingekauft. Auch wenn Christian die weise Parole ausgeben hat, so wenig wie möglich im Gepäck mitzunehmen, so konnte sich Herr Eichler nicht verkneifen eine 650g Packung Ovomaltine einzupacken.
Da ich mir auch so dachte „die Ein oder andere Gaumenfreude wird bestimmt nicht verkehrt sein“, zelebrierten wir eine ausgiebige Malzeit mit besagter Schoko-Nuss-Milch und einer 500g-Salami. Sollte aber alles nicht das Schlechteste gewesen sein, da noch eine körperliche Anstrengung bevorstand.
Nach der Stärkung hieß es dann, Berg hoch quälen und Fabian nutzt zum ersten Mal seinen kleinsten Gang - was ich nicht hätte tun sollen. Da ich diesen Gang in Dresden nicht wirklich, beziehungsweise gar nicht, nutzte war der Anschlag falsch eingestellt und die Kette verirrte sich zwischen das größte Ritzel der Kassette und den Speichen. Folge: eine Speiche fast durch und damit arges Bedenken bei den Mitfahrern. Was das wirklich für mein hinteres Laufrad bedeuten sollte zeigte sich dann ein paar Tage später.
Egal, es sollte weiter gehen und nach ein paar kräftigen Tritten waren wir dann über den ersten Berg des Tages.
 

Hier oben angekommen sorgte das sich bietende Panorama und die Vorfreude auf ein Schlemmen bei einem gewissen Hasahüsli für neue Kraft. Nach der Stärkung ging es dann gleich weiter, die Zeit drängte und wir wussten nur ungefähr was uns bevor stand. Christian: „Da kommt dann eine kleine Stelle, nen Moor... da müssen wir KURZ tragen“ ...naja... auf ca. 1800-1900hm kam dann eine Passage welche die Motivation auf ein neuen Tiefstand brachte. Ein Moor welches zum Glück relativ trocken, aber deswegen noch nicht einfach mit dem Bikes zu durchqueren war. Konrad und ich bekamen hier einen ersten Vorgeschmack wie der AlpenX wirklich aussehen könnte.
 

Das unwegsame Gelände überstanden galt es nur noch einen kleinen Aufstieg auf die finalen ca. 2300hm zu absolvieren was allerdings auch die Durchquerung eines etwas schneller fließenden Bergflusses beinhaltete. Ein Glück, dass wir auf der Neuen Heilbronner Hütte Bescheid gegeben hatten, dass wir unter Umständen etwas später kommen. So bekamen wir auch gegen 21Uhr noch ein super Essen von einer hinreisenden Österreicherin serviert.
 

 

 

 

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