Martin beim Garmin Veloton Berlin 2017

Nachdem ich nun schon zum vierten mal in Folge beim Velothon an den Start ging, und ich von Jahr zu Jahr besser wurde, bin ich mit hohen Erwartungen mit Christian, Stev (Die Fahrradkette) und Marcus (Picardellics)nach Berlin gereist. 

Bei hochsommerlichen Temperaturen fiel um 10:30 Uhr der Startschuss für die 120 km.
Nun war es wichtig komplett Anschlag zu fahren um sich vomHauptfeld zu lösen. 
Nach ca 10 km gelang es mir mit Stev die mit uns 10 köpfige Spitzengruppe zu erreichen. 

Da war er also gelegt... Der Meilenstein für die Top Ten!

 

Durch die Dominanz vom Team Premium Bikeshop war das Tempo sehr hoch und relativ schnell wurde uns aus dem Führungsfahrzeug berichtet das wir bereits 1 Minute Vorsprung haben!
Prinzipiell halte ich mich persönlich nie zurück wenns ums Drücken geht, aber langsam fing ich an mir Gedanken zu machen ob ich den 43er Schnitt in der Gruppe halten könne. 

Auf der B101 Richtung Tempelhof kam dann wieder das Führungsfahrzeug und kündigte uns an das wir fast 2 Minuten Vorsprung hätten! Phuuuuu jetzt tat es langsam richtig weh in den Beinen. Freies Feld und jede Menge Gegenwind. In den Letzten Jahren konnten auf diesem Streckenabschnitt dank Rückenwind immer locker 50 km/h gefahren werden. Dieses Jahr war es hart an der 40 zu kratzen.

So.... nach 95Km in der sehr gut funktionierenden Gruppe kam bei mir der Hammer. Einmal kurz in den Wiegetritt gegangen und ich bekam einen solch bösartigen Krampf im Oberschenkel, das ich ihn nicht einmal mehr durchdrücken konnte. 
Das war's..... die Gruppe bog ohne mich auf das Tempelhofer Rollfeld ab. Dabei war das doch letztes Jahr mein Lieblings Abschnitt bei dem es mir gelang das Peloton zu zerreißen. 

Nun hieß es warten auf die Verfolgergruppe.
Am Ende des Rollfeldes hatten sie mich eingesammelt und ich kam emotionslos als 40er AK 14 mit einer Zeit von 02:43:52 ins Ziel. 

Stev Platz 7
Marcus Platz 53
Christian Platz 68

Vielleicht hätte mir ein kleines Tütchen Magnesium die Beine gerettet....?? ich weiß es nicht. Ich werde auch nicht nach Ausreden suchen.
Nach meinem Motto: Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht.

Nun heißt es nach vorn schauen und weiter Gas geben. Es stehen noch eine Menge Rennen auf dem Kalender. Mein Highlight dieses Jahr wird die Salzkammergut Trophy am 15.7. mit unseren Besten vom Radclub Dresden. 

Danke fürs lesen 
Martin vom Radclub Dresden e.V.

 

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